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ein Luftzug durch Jahrhunderte
Ida spricht oft laut mit dem Unsichtbaren. Nicht, weil sie eine Antwort erwartet. Sie glaubt, so könne sie sich das Sprechen erhalten. Und wenn niemand da ist, kann sie sagen, was sie will. Sie sucht Orte, an denen man sie in Ruhe lässt. Den Wald. Eine Wiese. Einen unbekannten Weg. Vor allem aber Kirchen, wo jeder Schritt ein Echo hat und die Klagen, Bitten und die Verzweiflung jener nachhallen, die lange vor ihr hier waren. Die Stille. Sie ist aufgeladen, dicht. Kerzen brenn
25. Sept.
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