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Herzlich willkommen im Momentarium

verena lang
4. Sept.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Okt.

Früher hat sie Dinge gesammelt. Heute sind es Augenblicke. Wobei das nicht ganz stimmt. Sie muss sie gar nicht sammeln. Sie sind längst da, irgendwo in ihrem Kopf und im besten Fall auch im Herzen.

Sie stellt sich ihr Hirn wie eine Baumkrone vor, voller Blätter. Jedes ein Augenblick, ein Bild, eine Erinnerung. Manche ganz nah, andere längst vergangen. Manchmal löst sich eines.

Dann schreibt sie es auf. Auf einen gelben Zettel, eine Postkarte oder direkt hierhin.

So entsteht das Momentarium. Ein Ort für das, was sie berührt und in ihr weiterlebt. Vielleicht ist das die Grundgeste des Lebens: empfangen und weitergeben.

Oder sie macht einfach ein wenig Platz in ihrem Blätterbaumhirn.

Heute fällt ein Reh heraus.

Übrigens, sie heisst Ida Calypso und sie ist Barfussdenkerin. Dazu später mehr.

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